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Hegering - Freudenberg
Aktuelles 2020

 

 

 

Aktuelles vom Landesjagdverband NRW vom 22.November 2019

 

Nachrichten-Telegramm: Afrikanische Schweinepest nähert sich Deutschland aus dem Osten

 

                                    Landesjagdverband ruft zur intensiven Schwarzwildjagd auf

                                    Land NRW übernimmt auch 2020 die Kosten für Trichinenuntersuchung

                                    mehr dazu www.ljv-nrw.de

Termine: 28.Januar bis 2.Februar 2020 Jagd&Hund in Dortmund

 

 

 

 

 Vorzeigeprojekt geht an den Start

 29. Juni 2018, Rastatt (Fellwechsel GmbH): Die Abbalgstation in Rastatt  steht, die vorläufige Betriebserlaubnis ist da und der erste Großkunde wartet schon auf seine Lieferung. "In den nächsten Wochen werden wir mit dem Abbalgen der ersten Tiere beginnen", verkündet Fred Daniels, Leiter der Abbalgstation, am 25. Juni.

Die Fellwechsel GmbH wurde vom Deutschen Jagdverband e.V. und vom Landesjagdverband Baden-Würtemberg e.V. ins Leben gerufen. Ziel ist es, Bälge von Fuchs, Waschbär, Steinmarder und Co. sinnvoll zu verwerten. Bei der Jagdausübung und aus Gründen des Artenschutzes werden schon jetzt viele Tiere erlegt. Bisher aber wurden die wenigsten verwertet - das soll sich ändern. "Wir haben mit diesen Bälgen ein narürliches, nachhaltiges und sehr hochwertiges Produkt und können damit hervorragend auf den Markt reagieren", so der Landesjägermeister Baden-Würtemberg Dr. Jörg Friedmann. Pelz ist bei Verbrauchern durchaus aktuell. Nachdem die Pelztierzucht bei uns weitgehend verboten wurde, werden inzwischen verstärkt Felle, die in der freien Wildbahn gewonnen werden, nachgefragt.

Das Besondere bei Fellwechsel: Die Tiere stammen alle aus heimischer Jagd. Und jeder einzelne Balg kann durch eine Identifikationsnummer zurückverfolgt werden. Die Gerbung erfolgt außerdem bei allen verarbeiteten Produkten in Deutschland.

Die Planungen für das groß angelegte Projekt laufen seit 2016. Im März dieses Jahres wurden die Raumcontainer geliefert, mittlerweile ist alles eingerichtet und betriebsbereit. "Jetzt ist die letzte Möglichkeit, die Räume von innen zu sehen"; erklärt Fred Daniels beim ersten und einzigen Pressetermin Ende Juni. Denn sobald der Betrieb aufgenommen wird, dürfen die Besucher die Verarbeitungsräume aus veterinärrechtlichen Vorschriften nicht betreten.

Richtig losgehen soll es in ein paar Wochen. "Am Anfang werden wir phasenweise abbalgen, aber unser Ziel ist der Dauerbetrieb", erklärt Daniels. Je nach Art können bis zu 100 Tiere pro Tag abgebalgt werden. In den Wintermonaten sollen jährlich mindestens 10.000 Tiere gesammelt und verarbeitet werden. Und der erste Kunde wartet schon: Die Firma Blaser wird noch in diesem Jahr eine exklusive Winterkollektion mit Fellwechsel-Produkten anbieten. Es wird eine Herrenweste mit Nutria-Innenfutter, eine Damenjacke mit Steinmarder-Kragen und einen Herrenparka mit Waschbär-Kragen geben. 

Um möglichst breit aufgestellt zu sein, wird die Fellwechsel GmbH aber verschiedene Vermarktungswege nutzen. Sie wird zum einen eigene Produkte anbieten, zum anderen die Bälge weiterverkaufen. Außerdem können Jäger ihre Tiere über Fellwechsel zum fertigen Balg oder in Kooperation mit AKAH den Fuchs direkt zu einem tollen Produkt wie einem hochwertigem Muff bzw. Nierenwärmer verarbeiten lassen. Dank der eindeutigen Markierung kann der Jäger sicher sein, seinen eigenen Balg wieder zurück zu bekommen.

Schon im vergangenen Winter waren die Jägerinnen und Jäger in Deutschland fleißig und haben mit der Sammlung vieler erlegter Tiere den Grundstein für den Erfolg des Projektes "Fellwechsel" gelegt: Es gibt aktull in Deutschland 260 Sammelstellen, in denen das Rohmaterial für die Fellwechsel GmbH gesammelt wird. "Wir hoffen, dass in der nächsten Jagdsaison im Winter 2018/2019 weitere Sammelstellen dazu kommen", wünscht sich Daniels.

Weitere Informationen rund um Fellwechsel gibt es im Internet auf www.fellwechsel.org

 

Nordrhein-Westfalen übernimmt Gebühren für die
Untersuchung von Schwarzwild auf Trichinen


Staatssekretär Dr. Heinrich Bottermann: „Wildschweinbejagung
ist neben vielen anderen Maßnahmen ein wichtiges Instrument
gegen die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest“


Das Land Nordrhein-Westfalen übernimmt ab dem 1. April 2018 die bei
den Kreisen und kreisfreien Städten anfallenden Untersuchungsgebühren
für die Trichinenuntersuchung bei Schwarzwild.

Für das Jahr 2018 werden
die Kommunen gebeten, keine Gebühren von Jägerinnen und Jägern für
die verpflichtende Untersuchung zu erheben. Bisher war nur die TrichinenUntersuchung
von Frischlingen von den Gebühren befreit.

„Das Ausbreitungsrisiko der Afrikanischen Schweinepest kann unter
anderem durch die Bejagung von Wildschweinen minimiert werden. Da
dies für die Jägerschaft einen zusätzlichen Jagdaufwand bedeutet,
werden wir sie durch die Übernahme der Untersuchungsgebühr entlasten.
Damit setzen wir außerdem einen Anreiz, die Bejagung auch dann
aufrecht zu erhalten, wenn die Markpreise durch mehr Wildangebot
sinken“, sagte Umwelt-Staatssekretär Dr. Heinrich Bottermann.


Die Afrikanische Schweinepest (ASP) breitet sich von Osteuropa weiter
nach Westen aus. Expertinnen und Experten sind sich einig, dass ein
Eintrag der Seuche am ehesten in die Wildschweinpopulation zu erwarten
ist.

 

Aus dem aktuellen DJV Info-Brief hier einige Links zu Themen und Inhalten, die Marcus Freudeberg, stellvertretender Vorsitzender der KJS Siegerland, auf der Hegeringversammlung ansprach.

1. Infobroschüre Fellwechsel GmbH ( http://bit.ly/FlyerFellwechsel )

2. Maßnahmenblätter von FLI und DJV zu Prävention, Seuchenfall und Anwendungsbeispielen ( http://bit.ly/ASPFrueherkennung, http://bit.ly/ASPMassnahmen, http://bit.ly/FallbeispielejagdlicheMassnahmen )

4. Handzettel zu Fleischhygiene-Filmen (http://www.wild-auf-wild.de/lehrvideos)

6. Tierfundkataster ( http://bit.ly/BroschuereTierfundkataster )