Diese Webseite nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität zu gewährleisten. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zum Datenschutz.
Hegering - Freudenberg
Aktuelles 2013

Dezember 2013

DJV begrüßt Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD
Wesentliche Jäger-Forderungen enthalten/ Verschärfung des Waffenrechts wird abgelehnt
14. Dezember 2013, Berlin (DJV). Der Deutsche Jagdverband (DJV) begrüßt die Zustimmung der SPD-Mitglieder zum Koalitionsvertrag mit der CDU/CSU-Fraktion und hat heute eine Stellungnahme zu jagdrelevanten Themen veröffentlicht. Unter anderem äußert sich der DJV zu geplanten Änderungen im Waffenrecht, zu Gemeinsamer Agrarpolitik und Energiewende sowie zum Erhalt der biologischen Vielfalt. Der Dachverband der Jäger weist darauf hin, dass in wesentlichen Punkten die Forderungen der Jäger in Deutschland aufgenommen wurden.

 
Waffenrecht und öffentliche Sicherheit
Mit Blick auf die geplante Anpassung des Waffenrechts „auf seine Praktikabilität hin“ macht der DJV in seiner Stellungnahme auf fragwürdige Auswüchse aufmerksam, die beseitigt werden sollten. So war es beispielsweise auf Bundesebene nicht vorgesehen, Gebühren für unangemeldete Waffenkontrollen zu erheben. Weiterhin fordert der DJV, dass der Gesetzgeber verstärkt gegen illegalen Waffenbesitz und -handel vorgehen sollte. Eine erneute Amnestie für die Rückgabe illegaler Waffen begrüßt der Verband deshalb. Die forcierte Einführung „technischer Weiterentwicklungen“ sieht der Dachverband der Jäger weiterhin äußerst kritisch, da die von den Regierungspartnern selbst auferlegte Praktikabilität nicht gegeben ist. Insbesondere biometrische Sicherungssysteme für Waffen sind nicht ausgereift und werden strikt abgelehnt. Für die geplante Weiterentwicklung des Nationalen Waffenregisters fordert der DJV, Schwächen zu beheben.
Wir begrüßen es außerordentlich, dass im Waffenrecht nur Änderungen vorgenommen werden sollen, die den Praxistest bestehen. Dafür braucht es den intensiven Dialog mit den legalen Waffenbesitzern. Diesen fordern wir ein“, sagte DJV-Präsident Hartwig Fischer. Die geplante „aussagekräftigere Kriminalstatistik“ werde positiv bewertet, weil sie wichtige Grundlage für politische Entscheidungen sei. Fischer machte deutlich, dass in diesem Zusammenhang eine Aufgliederung der Straftaten nach illegalen und legalen Waffen elementar sei: „Kriminelle legen ihre illegale Waffe nicht zur Seite nur weil Gesetze verschärft werden.“

 
Energiewende und Gemeinsame Agrarpolitik
In seiner Stellungnahme begrüßt der DJV, dass die Koalitionspartner eine „Vermaisung“ der Landschaft bekämpfen wollen. Der DJV fordert deshalb die Förderung alternativer Substrate für die Biogasproduktion, die ökologisch und ökonomisch sinnvoll sind. Derzeit testen die Jäger mit Partnern Wildpflanzen für die Biogasproduktion. Vorteil: Die Ernte findet außerhalb der Brut- und Setzzeit von Wildtieren statt, zudem können die Wildpflanzen ohne Pestizideinsatz mehrjährig angebaut werden. „Eine Energiewende auf Kosten der Artenvielfalt lehnen wir ab“, betonte DJV-Präsident Hartwig Fischer. Schon heute fänden Offenlandarten wie Feldlerche, Kiebitz, Rebhuhn oder Hase immer weniger Lebensraum, weil Raps und Mais das Landschaftsbild dominierten.
Der DJV fordert, dass Flächen, die im Rahmen der 5-Prozent-Regelung des Greenings aus der Produktion genommen werden, ökologisch hochwertig sein müssen. Hierzu braucht es finanzielle Anreize für den Landwirt. Laut DJV müsse es möglich sein, dass Landwirte bereits bestehende Agrarumweltmaßnahmen über das Greening anrechnen lassen können. Der Dachverband der Jäger spricht sich gegen eine Tabuisierung der wirtschaftlichen Nutzung ökologischer Vorrangflächen aus. So solle es dort künftig möglich sein, Wildpflanzen zur Energieerzeugung anzubauen, weil deren Ernte ökologisch verträglich sei. Lägen die Vorrangflächen in Maisfeldern, könnten die Stoppelflächen ab August als Jagdschneisen für Wildschweine genutzt werden, die vom Biogas-Boom besonders profitierten, so der DJV. Der Verband lehnt den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln auf ökologischen Vorrangflächen entschieden ab.

 
Naturschutz und biologische Vielfalt
Der DJV bedauert es außerordentlich, dass zur Umsetzung des 2012 verabschiedeten „Bundesprogramms Wiedervernetzung“ konkrete Angaben im Koalitionsvertrag gänzlich fehlen. „Knapp 100 besonders konfliktträchtige Straßenabschnitte sind bekannt, wo Verkehr die überlebenswichtige Wanderung von Tieren verhindert. Diese müssen schnellstens entschärft werden“, kommentierte DJV-Präsident Fischer. Sein Verband fordere, dass entsprechende Gelder von der Politik weiterhin zur Verfügung gestellt werden.

Quelle: LJV NRW
 

 

August 2013

 

Das Thema „Waffen“ in den Wahlprogrammen der Parteien
DJV stellt Wahlprüfsteine auf jagdverband.de und Facebook vor
16. August 2013, Berlin (DJV). Zum Thema Waffenrecht hat der Deutsche Jagdverband (DJV) nicht nur die Parteien mit „Wahlprüfsteinen“ befragt, sondern auch die Wahlprogramme der fünf Bundestagsparteien auf die Stichwörter „Waffenbesitz“ und „Waffenrecht“ geprüft. Hier ist das Ergebnis:
In den Wahlprogrammen von CDU/CSU, SPD und der LINKEN findet sich keine explizite Stellungnahme zum Waffenrecht. Alle Parteien haben sich aber zu den Wahlprüfsteinen des DJV geäußert. FDP und Bündnis 90/Die Grünen positionieren sich auch in ihren Wahlprogrammen. So heißt es im Wahlprogramm der Grünen, dass „[sie] in einer Gesellschaft leben [wollen], in der der Grundsatz gilt: Öffentliche Räume und private Wohnung sind waffenfrei.“ Im Detail formulieren die Grünen: „Einsatzbereite funktionsfähige scharfe Schusswaffen wollen wir nur noch in zwingenden Ausnahmefällen (z.B. PolizeibeamtInnen) in privaten Haushalten zulassen. Wir setzen uns für ein Verbot großkalibriger Faustfeuerwaffen als Sportwaffen und für die Begrenzung von Waffen- und Munitionsbesitz ein.“ (Bundestagswahlprogramm 2013 von Bündnis 90/Die Grünen, Seite 221)
Die FDP legt in ihrem Wahlprogramm dar, dass „der illegale Besitz von Waffen eine Bedrohung für die Sicherheit der Bürger [ist]". Weiter heißt es: „Deshalb setzen wir uns dafür ein, illegalen Waffenbesitz konsequent zu verfolgen. Wir setzen uns für eine fortlaufende, wissenschaftlich begleitete Überprüfung des geltenden Waffenrechtes ein; auch die verdachtsunabhängigen Kontrollen gehören auf den Prüfstand. Wir lehnen eine weitere Verschärfung des geltenden Waffenrechts ab. Die Einführung einer Waffensteuer und die zentrale Lagerung von Jagd- und Sportwaffen dienen nicht der Sicherheit und werden deshalb von uns abgelehnt.“ (FDP-Bürgerprogramm 2013, Seite 60)
Der DJV lehnt sowohl eine zentrale Lagerung von Privatwaffen, sowie eine Waffengebühr und die weitere Verschärfung des Waffenrechtes ab. Eine Bedrohung für die innere Sicherheit geht viel mehr von den geschätzten 20-40 Millionen illegalen Waffen in Deutschland als von den knapp sieben Millionen legalen Waffen aus, deren Besitzer zudem regelmäßig polizeilich überprüft werden.
Unter dem Hashtag Waffenbesitz (#Waffenbesitz) informiert der DJV im Vorfeld der Bundestagswahl in den sozialen Medien Facebook und Twitter über Fakten zum Waffenrecht und zur Waffenaufbewahrung. Auf der Seite jagdverband.de sammelt er die Wahlprüfsteine zum Thema als Übersicht für Jägerinnen und Jäger sowie alle legalen Waffenbesitzer.
 

Quelle: LJV NRW

 

 

Juli 2013

 

Fall von Tularämie im Kreis Lippe
 
19. Juli 2013 Detmold (LJV). Im Kreis Lippe wurde aktuell bei einem Hasen Tularämie (Hasenpest) nachgewiesen. Betroffen von dieser in Deutschland seltenen Krankheit sind vorwiegend Nager, Hasen und Wildkaninchen. Tularämie kann aber auch auf den Menschen übertragen werden und im schlimmsten Fall tödlich verlaufen. Mit dem Erreger sind auch andere Tiere, wie Hunde, Füchse und Vögel infizierbar. Diese Tierarten gelten aber als gering empfänglich.
 
Voraussetzung für die Übertragung auf den Menschen ist der direkte Kontakt mit infizierten Tieren. Symptome sind unter anderem Fieber, Unwohlsein und Muskelschmerz. Die Krankheit kann mit Antibiotika gut behandelt werden. Der Verzehr von durchgegartem Hasen- oder Kaninchenfleisch ist unbedenklich.
 
Jäger sollten bei direktem Kontakt mit erlegtem Wild unbedingt erhöhte Vorsichtsmaßnahmen (Einweghandschuhe und ggf. Mundschutz) beachten. Fallwild sollte nach Absprache mit dem Veterinäramt ggf. dem Veterinäruntersuchungsamt zugestellt werden.
 
Wer Hasen oder Kaninchen entdeckt, die tot, krank oder verhaltensauffällig sind, sollte diese dem örtlichen Jäger oder der zuständigen Behörde melden.
 
Quelle: LJV NRW
 

 

 

 

März 2013
 

 

Fakt ist …! – MDR-Gesprächsrunde mit Jägern und Jagdgegnern

DJV bittet um rege Beteiligung an der Sendung und stellt Fakten zur Verfügung

„Zu viel Wild, zu wenig Jäger – Wenn die Natur außer Kontrolle gerät“: Am Montag, 11. März 2013 um 22.05 Uhr, wird DJV-Präsidiumsmitglied Steffen Liebig (LJV Thüringen) in der MDR-Gesprächsrunde „Fakt ist …!“ die Notwendigkeit der Jagd erörtern. Ein Kontrahent ist der erklärte Jagdgegner Lovis Kauertz von Wildtierschutz Deutschland.

Der DJV ruft alle Jäger dazu auf, sich an der Sendung zu beteiligen. Dies ist ausdrücklich gewünscht: Zuschauer können im Vorfeld und während der Ausstrahlung ihre Meinungen zum Thema mitteilen. E-Mail-Beiträge werden in der laufenden Sendung aufgegriffen.Die gängigsten Vorurteile gegen die Jagd hat der DJV aufgearbeitet und – passend zum Titel der Sendung – mit Fakten widerlegt. Das entsprechende Dokument gibt es hier: Fakten gegen Vorurteile – Behauptungen von Jagdgegenern (Stand 8. März 2013)

Kontakt zur Redaktion von „Fakt ist …!“ per E-Mail: Faktist(at)mdr.de.


Weitere Informationen zur Sendung gibt es hier: http://bit.ly/Zl6auv
 

 

 

 

Mit großer Mehrheit: Bundestag beschließt Jagdgesetzänderung
Bündnis90/Die Grünen stimmt gegen den Entwurf

Der Bundestag hat am 28.02.2013 mit den Stimmen der Regierungskoalition von CDU/CSU und FDP sowie von SPD und den Linken eine Änderung des Bundesjagdgesetzes beschlossen, um das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) vom 26. Juni 2012 umzusetzen. Lediglich Bündnis90/Die Grüne stimmten dagegen. Die europäischen Richter stufen die Pflicht, Jagd auf dem eigenen Grundstück zu dulden, unter bestimmten Voraussetzungen als menschenrechtswidrig ein. Das Reviersystem wird aber grundsätzlich nicht in Frage gestellt.
Der Deutsche Jagdschutzverband (DJV) hält die Umsetzung des Urteils des Europäischen Gerichtshofes für Menschrechte (EGMR) durch die Bundesregierung für konsequent und begrüßt die enge Orientierung am EGMR-Urteil. DJV-Präsidiumsmitglied Dr. Daniel Hoffmann dazu: „Wir respektieren die Gewissensentscheidung eines jeden einzelnen. Die Möglichkeit, einen Antrag zu stellen, ist jedoch keine Befriedungsgarantie.“ Zukünftig soll die Jagd in Deutschland auf Antrag von einzelnen Grundstückseigentümern unter bestimmten Voraussetzungen verboten oder eingeschränkt werden können. Hierzu ist ein behördliches Verfahren vorgesehen. Damit soll sichergestellt werden, dass öffentliche Interessen – etwa der Schutz vor Tierseuchen oder der Artenschutz – sowie der Schutz vor Wildschäden in der Land- und Forstwirtschaft ausreichend gewahrt bleiben.

Nachdem der Bundestag das Gesetz jetzt beschlossen hat, kann der Bundesrat noch den Vermittlungsausschuss einschalten. Voraussichtlich wir der Bundesrat darüber am 22. März entscheiden.

 

Quelle: LJV NRW

 

Januar 2013

Die Kreisjägerschaft Münster weist uns darauf hin, dass die Zeitung Westfälische Nachrichten (WN) die Einführung des nationalen Waffenregisters zum Anlass für eine Online-Abstimmung nimmt.

Im Zusammenhang mit einer Pressemitteilung der Polizei Münster lädt die WN zu einer Abstimmung darüber ein, ob Schusswaffen zuhause aufbewahrt werden dürften oder ob Waffenbesitzer ihre Waffen zentral aufbewahren lassen sollen.

Nachfolgend erhalten Sie einen Link zu der entsprechenden Abstimmung verbunden mit der Bitte um rege Teilnahme. Wann die Abstimmung abgeschlossen wird, ist nicht bekannt.

http://www.wn.de/Mobil-Home/Ueber-200-Gewehre-und-Pistolen-wurden-2012-vernichtet-Muensteraner-haben-14-316-erlaubnispflichtige-Waffen-zu-Hause

Quelle: LJV NRW

 

November 2012

DJV fordert Neubewertung von Büchsengeschossen

– Vorläufige Ergebnisse zur Tötungswirkung von Jagdmunition liegen vor –

(Berlin, 27. November 2012). Vertreter des Bundeslandwirtschaftsministeriums sowie Wissenschaftler haben heute beim Deutschen Jagdschutzverband (DJV) die vorläufigen Ergebnisse des Forschungsprojektes zur Tötungswirkung von Büchsenmunition vorgestellt. Nach der Auswertung von insgesamt über 11.000 Abschuss- und Laborberichten zeigt sich: Entscheidend für die tierschutzgerechte Tötungswirkung eines Geschosses ist dessen Wirksamkeit. Die kritische Grenzgeschwindigkeit des jeweiligen Geschosses bestimmt dabei die maximale Einsatzentfernung – und zwar unabhängig vom verwendeten Material. Festgestellt wurde die Wirksamkeit durch den Beschuss von Seifenblöcken. Auch schweres Wild bis 250 Kilogramm – etwa Rothirsche oder Keiler – lässt sich demnach mit bleihaltiger und bleifreier Munition gleichermaßen bis zu einer Entfernung von 300 Metern tierschutzgerecht erlegen. Voraussetzung: Die Mindestanforderungen an die Geschossleistung sind erfüllt. Bei einigen getesteten Patronen – sowohl bleihaltig als auch bleifrei – lag die ermittelte mögliche Einsatzentfernung allerdings bei null Metern, andere erreichten gerade einmal 50 Meter. Diese Werte sind für die jagdliche Praxis völlig unzureichend.

Auf Basis der vorläufigen Ergebnisse fordert der DJV von den Munitionsherstellern, künftig die Aussagen zur Ballistik auf der Munitionsverpackung zu erweitern. „Wir Jäger müssen mit einem Blick die maximale Einsatzentfernung erkennen können, bei der die jeweilige Patrone noch ausreichend wirkt“, sagte DJV-Vizepräsident Dr. Wolfgang Bethe, und weiter: „Wir wollen keine Experimente am lebenden Tier.“ Zudem fordert der DJV die Politik auf, die gesetzlichen Mindestanforderungen zu überarbeiten. Die derzeit gesetzlich verankerte Auftreffenergie von Geschossen auf 100 Meter Entfernung von 1.000 Joule fürRehwild und 2.000 Joule für das übrige Schalenwild ist nach neustem Kenntnisstand ungeeignet, um dem Tierschutz künftig Rechnung zu tragen.

Carl Gremse und Professor Siegfried Rieger von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) haben für 19 Geschosstypen die kritische Grenzgeschwindigkeit ermittelt. Das unabhängige wissenschaftliche Verfahren lässt es erstmals zu, für jedes Geschoss im jeweiligen Kaliber die entsprechende kritische Geschwindigkeit – und damit die Einsatzentfernung – zu ermitteln. Dies gilt auch für Kurzwaffen.

Der endgültige Abschlussbericht des Forschungsvorhabens zur Tötungswirkung von Büchsengeschossen wird im Frühjahr 2013 erwartet. Dann liegen weitere wertvolle Fakten für die Diskussion um bleihaltige und bleifreie Jagdmunition vor. „Wir brauchen eine wissensbasierte Entscheidung und keine politisch motivierte“, betonte DJV-Vizepräsident Dr. Bethe. Abzuwarten sind die Ergebnisse des Projekts „Lebensmittelsicherheit von jagdlich gewonnenem Wildbret“. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) führt derzeit in enger Zusammenarbeit mit dem DJV und anderen Partnern eine Studie zur Hintergrundbelastung von Wildbret durch. Ziel des Projektes ist es, zu analysieren wie viel Blei, Kupfer und Zink grundlegend im Wildbret ist und wie viel eventuell durch Jagdmunition eingetragen wird. Die Aussagen dieses Projektes sind maßgeblich für den weiteren Entscheidungsprozess. Ein voreiliges Verbot von Bleimunition lehnt der DJV weiterhin ab.

Quelle: LJV NRW

 

September 2012

Ministerpräsidentin Kraft gratuliert Ralph Müller-Schallenberg

Zumindest atmosphärisch macht der neue LJV-Präsident bei der Landesregierung erste Geländegewinne. Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hat Ralph Müller-Schallenberg zur Wahl an die Spitze des Landesjagdverbandes Nordrhein-Westfalen gratuliert. „Mir ist bewusst und ich habe Verständnis dafür, dass Sie und Ihr Verband die in unserem Koalitionsvertrag angekündigte Reform des Jagdrechts kritisch sehen. Umso mehr weiß ich Ihre Bereitschaft zu einem konstruktiven und sachlichen Dialog zu schätzen“, heißt es in dem Glückwunschschreiben. Die Ministerpräsidentin gibt sich darin sogar sicher, „dass wir am Ende zu einer Lösung kommen, mit der alle Beteiligten gut leben können.“
Seinen Dank für die Glückwünsche hat Ralph Müller-Schallenberg mit der Hoffnung für das künftige Jagdrecht in NRW verbunden, „dass das Vertreten von Extrempositionen unterbleibt und ausschließlich sachliche und fachliche Argumente gelten.“ Er wünsche sich ebenso nichts sehnlicher, als am Ende zu einer Lösung zu kommen, mit der alle gut leben können. Dabei vertraue er nicht zuletzt auch auf die Regierungschefin, „dass das von uns allen geliebte Jagdwesen in Nordrhein-Westfalen erhalten bleibt.“ Bekanntlich will die Landesregierung bis Ende 2012 Eckpunkte für ein NRW-Jagdgesetz vorlegen und im kommenden Jahr in die parlamentarische Beratung einsteigen.

Quelle: LJV NRW
 

August 2012

Ralph Müller-Schallenberg neuer Präsident des Landesjagdverbandes NRW 

Dr. Hermann Hallermann und Georg Kurella zu Vizepräsidenten gewählt
Ralph Müller-Schallenberg (53) ist neuer Präsident des Landesjagdverbandes Nordrhein-Westfalen. Die Mitgliederversammlung wählte den bisherigen Vizepräsidenten am Samstag (25. August) in Düsseldorf zum Nachfolger von Jochen Borchert (72), der altersbedingt ausschied. Müller-Schallenberg ist Rechtsanwalt in Leverkusen und dort auch Vorsitzender der Kreisjägerschaft.
 
Als Vizepräsident bestätigt wurde für die nächsten vier Jahre Dr. Hermann Hallermann (Kreis Warendorf), als weiterer Vizepräsident kam Georg Kurella (Köln) neu in diese Funktion. Schatzmeister bleibt Dr. Peter Bottermann (Gelsenkirchen). Außerdem gehören dem LJV-Präsidium künftig für die fünf Regierungsbezirke an:
        Karl-Heinz Reinke (Arnsberg)
        Ulrich Gerhold (Detmold)
        Gerhard Thomas (Düsseldorf)
        Dr. Heiner Breickmann (Köln)
        Rolf Knäpper (Münster)
In seiner Antrittsrede setzte sich Müller-Schallenberg in Anwesenheit des für die Jagd in Nordrhein-Westfalen zuständigen Landesministers Johannes Remmel für den Erhalt der bewährten jagdrechtlichen Ordnung ein, betonte aber auch die Gesprächsbereitschaft des Landesjagdverbandes, der an einem sachlichen und konstruktiven Dialog mit der Landesregierung interessiert sei.
 
 

Der Anfang ist gemacht

LJV-Präsident Ralph Müller-Schallenberg über den Landesjägertag 2012
 
Der Landesjägertag platzte fast aus den Nähten. Mehr als tausend Teilnehmer waren nach Düsseldorf gekommen. Herzlichen Dank sage ich allen, die mich am 25. August mit überwältigender Mehrheit und großem Vertrauensvorschuss zum neuen Präsidenten gewählt haben.
 
Dieser Landesjägertag war eine Großdemonstration für Jagd und Jäger, Wild und Natur. Minister Johannes Remmel räumte unumwunden ein, dass ihn der starke Auftritt der Landesjägerschaft beeindruckt hat. Er war erstmals bei der Kundgebung des Landesjagdverbandes zu Gast. Der Minister hat sich von Spekulationen und extremen Positionen zur Abschaffung der Niederwildjagd oder zu drastischen Kürzungen der Jagdzeit distanziert. „Solche Forderungen sind nicht Position der Landesregierung“, sagte Remmel wörtlich und fügte hinzu: „Ich möchte nicht, dass die Jagd in NRW grundsätzlich in Frage gestellt wird.“
 
Minister Remmel ist ein politischer Profi, der weiß, dass eine Jagdpolitik gegen die Jäger chancenlos wäre und dass die Partnerverbände des ländlichen Raumes an unserer Seite stehen. Das neue Präsidium setzt auf das Gespräch mit der Landesregierung über die künftige Jagdpolitik. Einziger Maßstab für uns sind sachliche und fachliche Kriterien.
 
Johannes Remmel will den Dialog. Das wurde deutlich durch seinen Auftritt beim Landesjägertag. Schließlich ist der Auftritt vor mehr als tausend Jägern für einen grünen, wenn auch nicht lodengrünen Minister kein Heimspiel. Auf dem Landesjägertag wurde auch klar, dass es gegenseitigen Respekt gibt und es ohne gegenseitige Achtung keine vernünftige Jagdpolitik geben kann. Nicht nur Remmels Bekenntnis zum Traditions- und Kulturgut Jagd fand offenen Beifall, sondern auch sein Eintreten für die Zukunft eines zusammenhängenden Reviersystems und eine dauerhaft rechtskonforme Jagdabgabepraxis, seitdem juristische Bedenken hier politischen Handlungsbedarf erzeugt haben.
 
Beim künftigen Landesjagdgesetz werden wir viele Punkte zu besprechen haben: Fallenjagd, Hundeausbildung, Schalenwildpopulationen, Tierschutzaspekte oder Jagd in Naturschutzgebieten. Das Thema bleifreie Munition ist für uns kein Tabu, sobald die Probleme geklärt sind, die es bei der Sicherheit oder Wirksamkeit immer noch gibt.
 
Für Ende 2012 hat der Minister Eckpunkte eines künftigen Landesjagdgesetzes angekündigt. Vor einem Gesetzentwurf seines Ministeriums im Jahr 2013 sichert er die intensive Beteiligung des Landesjagdverbandes zu. Der Landesjägertag war nach seinen Worten der Auftakt zu einer rationalen Debatte.
 
Minister Remmel hat die ausgestreckte Hand der nordrhein-westfälischen Jägerschaft angenommen. Das neue Präsidium des Landesjagdverbands begrüßt diese Haltung. Wir passen aber mit vollem Einsatz auf, dass die Jagd nicht am langen Arm der Politik verhungert. Die Landesregierung wird in der Jägerschaft einen kompetenten Partner finden, engagiert für die gute und schöne Sache der Jagd.
 
Ralph Müller-Schallenberg
Präsident des Landesjagdverbandes NRW

 Quelle: LJV NRW