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Hegering - Freudenberg
Aktuelles 2015
 

Dezember 2015

Volksinitiative für ein ideologiefreies, praxisgerechtes Jagdrecht in NRW

 

Mit einem weiteren Brief wurden noch vor Weihnachten diejenigen Mitglieder angeschrieben, die sehr schnell Sammelunterschriftsbögen an den Landesjagdverband NRW zurückgesandt haben. Diese Mitglieder erhalten mit dem Schreiben nochmals zwei Sammelunterschriftsbögen nebst Rückumschlag für weitere Unterschriftswerbungen während der Feiertage.
 
Zudem wurden mit gleicher Post alle Mitglieder der Kreisjägerschaft Siegerland-Wittgenstein sowie der Städte Emmerich und Rees angeschrieben. Dort häuften sich die Reklamationen über Fehlbelieferungen durch die Post, was den LJV zu der Nachlieferung veranlasste. Auch diese Mitglieder erhalten neue Sammelunterschriftsbögen zur weiteren Verwendung während der anstehenden Festtage.
 
Stichtag für den Rückversand der Unterschriftsbögen beider Rundschreiben ist Montag, der 1. Februar 2016.
 
Entgegen unserer Maßgabe und Druckfreigabe wurde in der jetzt ausgelieferten Checkliste nicht der neue Stichtag, 1. Februar 2016, eingefügt, sondern der alte, erste Stichtag übernommen. Der Sachverhalt lässt sich jedoch für die Mitglieder aus dem Begleitbrief klären. Falls doch jemand über diesen Druckfehler stolpert und sich an Sie wendet, weisen Sie ihn bitte auf den korrekten nächsten Stichtag am 1. Februar 2016 hin.
 
Gebietskulisse für Ausnahmegenehmigungen zur Baujagd auf Fuchs veröffentlicht
 
Per dienstlicher Mitteilung vom 8. Dezember wurde den Unteren Jagdbehörden von der Obersten Jagdbehörde die Gebietskulisse bekanntgegeben, innerhalb welcher die Unteren Jagdbehörden auf Grundlage des § 19 Absatz 3 Landesjagdgesetz zunächst befristet auf 2 Jahre (Jagdjahr 2015/16 sowie 2016/17) Ausnahmen vom Verbot der Baujagd auf Füchse im Kunstbau erlauben können. Der Fortbestand der Baujagd war eine wesentliche Forderung des Landesjagdverbandes NRW im Rahmen der Diskussionen um die Novellierung des Landesjagdgesetzes.
 
Die Unteren Jagdbehörden werden in der dienstlichen Mitteilung gebeten, die Baujagd auf den Fuchs im Kunstbau entsprechend der kartographischen Darstellung in ihrem Zuständigkeitsgebiet von Amts wegen für 2 Jahre (Jagdjahr 2015/16 sowie 2016/17) zu erlauben. Umgehend hat der Landesjagdverband die Kreisjägerschaften darüber informiert und aufgerufen zu prüfen, ob Ihre Kreisjägerschaft ganz oder teilweise Bestandteil der Gebietskulisse ist und sich danach umgehend an Ihre Untere Jagdbehörde zu wenden, damit diese auch die erforderliche Allgemeinverfügung schnellstmöglich erlässt. Da das Ende des laufenden Jagdjahres 2015/16 schon absehbar ist und auch die formelle Veröffentlichung der Erlaubnis noch Zeit beansprucht, war und ist diese Eile dringend geboten.
 
Die Baujagd soll lediglich in der Jagdzeit der Altfüchse vom 16. Juli bis 28. Februar erlaubt werden.
 
Die Gebietskulisse soll 2017 fortgeschrieben und nochmals nach Beendigung des o. g. Monitorings überarbeitet werden, wenn Erkenntnisse vorliegen, inwieweit die Baujagd zum Schutz der Tierwelt erforderlich ist.
 
Nach erstem Austausch mit den Kreisjägerschaften besteht an der Gebietskulisse durchaus noch Änderungs- und Erweiterungsbedarf. Reviere, die nicht in die Gebietskulisse aufgenommen wurden, haben die Möglichkeit, einen Einzelantrag bei ihrer zuständigen Unteren Jagdbehörde zur Ausübung der Baujagd auf den Fuchs im Kunstbau zu stellen.
 
Aufgrund der Veröffentlichung der Gebietskulisse durch die Oberste Jagdbehörde unterbreitete die Firma Mester-Kunstbaue folgendes Angebot:
 
„Aktion Sonderrabatt für LJV-NRW-Mitglieder!
 
Die Baujagd-Blockade in NRW hat endlich ein Ende. Deshalb bekommt jeder Hegering oder jedes LJV-Mitglied, das zehn MESTER-Kunstbaue bestellt, den elften Kunstbau gratis als zusätzlichen Hegebeitrag für Artenschutz und Niederwilderhaltung dazu.
 
Nutzen Sie jetzt diese einmalige Gelegenheit und greifen Sie bis spätestens zum 01. Mai 2016 zu.
 
Bestellungen werden von MESTER-Kunstbaue entgegengenommen:
Telefon 017 17 33 75 75
E-Mail info(at)fuchsbau.biz
 
 
Leistungen der Jäger für den Tierschutz anerkannt, dennoch Klage abgewiesen
 
 
17. Dezember 2015, Gelsenkirchen (LJV NRW). Der Landesjagdverband NRW (LJV) ist über das heutige Urteil des
Verwaltungsgerichtes Gelsenkirchen, mit dem seine Klage auf Anerkennung als Tierschutzverein abgewiesen wurde, mehr als enttäuscht, zumal das Gericht die Leistungen eines jeden einzelnen Jägers und auch des Landesjagdverbandes für den Tierschutz ausdrücklich hervorgehoben und gelobt hat.

 

Ebenso hat das Gericht hervorgehoben, dass Jagd und Tierschutz überhaupt keinen Widerspruch darstellen, sondern auch die Jagd angewandter Tierschutz ist.

 

 
Waffenrechtsverschärfung verhindert Terror nicht

01. Dezember 2015 (djv) BerlinDie Europäische Kommission bittet um Rückmeldung zu den Änderungsvorschlägen der Feuerwaffenrichtlinie. Diese sollen eine Antwort auf die furchtbaren Terroranschläge in Paris sein. Der Deutsche Jagdverband (DJV) bedauert die Tragödie in Frankreich und drückt den Angehörigen der Opfer sein tiefes Mitgefühl aus. Der Verband betont aber auch, dass die geplante Verschärfung des Waffenrechtes nicht geeignet ist, weiteren Terror zu verhindern, sondern lediglich Einschränkungen für Legalwaffenbesitzer bedeutet. Aus diesem Grund fordert der DJV alle Jägerinnen und Jäger auf, ihre Rückmeldung direkt an die Kommission zu geben: bit.ly/1kTV7aO „Es ist wichtig, dass wir Jäger aufzeigen, wo die Vorschläge zu weit gehen und es ist wichtig, dass wir dies unverzüglich tun“, sagt Helmut Dammann-Tamke, DJV-Präsidiumsmitglied und zuständig für Waffenrecht. „Es verhindert weder Terrorismus noch organisierte Kriminalität, wenn zukünftig regelmäßig die Gesundheit von Sportschützen und Jägern überprüft wird.“ Der DJV weist darauf hin, dass auf der Internetseite der Kommission formulierte Standardantworten nicht gewertet werden. Deshalb sollte jeder seine Kritik in eigene Worte fassen.

Der DJV hat bereits vergangene Woche den Bundesinnenminister angeschrieben und eine Stellungnahme zu den geplanten Verschärfungen der Feuerwaffenrichtlinie abgegeben. Darüber hinaus hat sich der DJV gemeinsam mit dem europäischen Dachverband der Jäger (FACE) sowie mit dem Forum Waffenrecht zu den geplanten Änderungen kritisch geäußert. Am kommenden Freitag werden in Brüssel die Außenminister der Länder zusammen kommen, um erneut Maßnahmen für den Kampf gegen den Terrorismus und die Verbesserung der Inneren Sicherheit zu diskutieren. Zwar ist die Feuerwaffenrichtlinie noch nicht Bestandteil der Tagesordnung, könnte aber auch zur Diskussion stehen.

Was soll geändert werden?

Warum lehnen wir das ab?

1. Regelmäßige medizinische Tests von Legalwaffenbesitzern

  • vor dem Hintergrund der terroristischen Bedrohungslage haben medizinische Checks von Legalwaffenbesitzern nichts mit der Sache zu tun
  • Legalwaffenbesitzer sind rechtstreue, mündige Bürger, die verantwortungsvoll mit dem Privileg des Waffenbesitzes umgehen
  • Statistiken belegen, dass Straftaten zum allergrößten Teil mit illegal besessenen Waffen verübt werden (mehr als 95%)

2. Verbot bestimmter halbautomatischer Waffen (Kategorie B7)

  • Jäger nutzen halbautomatische Waffen mit Magazinbeschränkung (2+1) legal im Rahmen der Jagdausübung
  • das Verbot dieser legalen Waffen ändert nichts an der Vielzahl von illegalen halbautomatischen und automatischen Waffen, die in Europa in den Händen von Kriminellen am Markt sind (http://bit.ly/Terrorwaffen)

3. Verbot des Online-Handels von Waffen und Waffenteilen

  • Jäger nutzen das Internet, um im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten, Waffen zu kaufen und zu verkaufen
  • dies geschieht ausschließlich an erwerbsberechtigte Personen, die sich entsprechend ausweisen müssen
  • der legale Handel von Waffen und Waffenteilen im Internet hat nichts mit dem illegalen Handel zu tun
  • organisierte Kriminelle kaufen nicht im legalen gewerblichen Online-Handel ein
  • es gibt einen großen Online-Schwarzmarkt (Darknet), der nicht von Google auffindbar ist und nicht systematisch überwacht werden kann

4. Zeitliche Beschränkung der waffenrechtlichen Erlaubnis

  • Wer in Deutschland die Jägerprüfung absolviert hat und zur Jagd gehen möchte, hat das Bedürfnis, eine Waffe zu besitzen
  • das Bedürfnis wird mit dem Lösen des Jagdscheines bestätigt und erneuert
  • mit Prüfung des Bedürfnisses (mindestens im 3-Jahres-Rhythmus) geht in Deutschland die behördliche Zuverlässigkeitsprüfung einher
  • keine weitere Bedürfnisprüfung nötig, die über das gesetzliche Maß hinausgeht

Weiterführender Link

Stellungnahme Forum Waffenrecht: http://bit.ly/EU-Feuerwaffenrichtlinie

 

November 2015

 
DJV unterstützt Petition gegen unsinniges Vorhaben
 
EU-Waffenrecht soll nach Anschlägen verschärft werden
19. November 2015, Berlin (DJV). In Folge der Terroranschläge in Paris plant die EU eine Verschärfung des Waffenrechts. Neben einigen sinnvollen Maßnahmen sollen jedoch auch der Online-Handel von legalen und registrierten Waffen verboten und weitere bürokratische Hürden für zuverlässige und legale Waffenbesitzer errichtet werden. Der Deutsche Jagdverband (DJV) kritisiert diese Vorhaben, da sie weder ein Mehr an Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger bringen, noch den Terrorismus bekämpfen. "Es ist extrem wichtig, konkrete Maßnahmen gegen Terrorismus und organisierte Kriminalität zu ergreifen", sagt DJV-Präsidiumsmitglied Helmut Dammann-Tamke, zuständig für Waffenrecht. "Diese dürfen jedoch nicht zuverlässige und gesetzestreue Jäger belasten. Bei jedem einzelnen Punkt sollte sich die Politik fragen: 'Treffen wir damit Terroristen? Treffen wir damit organisierte Kriminalität?'"
Seit Kurzem existiert eine Petition auf der Plattform change.org, die sich gegen unsinnige Verschärfungen des EU-Waffenrechts ausspricht und an den Rat der Europäischen Union richtet. Über Nacht hat die Petition bereits 16.000 Mitzeichner erreicht. Der DJV ruft alle Jägerinnen und Jäger zur Unterstützung der Petition auf.
 

Oktober 2015

Fundbüros müssen streunende Katzen annehmen
 
Verwaltungsgericht Münster gibt Jägern Recht
15. Oktober 2015, Münster (LJV-NRW). Fundbüros der Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen müssen von Jägern aufgenommene streunende Katzen annehmen. Das hat das Verwaltungsgericht Münster am 15. Oktober in einem Musterprozess entschieden (Az. 1 L 1290/15). Ein Jagdaufseher hat mit Unterstützung des Landesjagdverbandes NRW den Erlass einer entsprechenden einstweiligen Anordnung gegen die Gemeinde Ascheberg (Kreis Coesfeld) erstritten. Das Fundbüro der Gemeinde hatte sich geweigert, eine von dem Jäger aufgenommene Katze anzunehmen. Nach Feststellung des Gerichts muss die Gemeinde die gefangene Hauskatze vorläufig als Fundkatze in Verwahrung nehmen und die Verfahrenskosten tragen.
Der Jagdaufseher hatte die Katze in einer Lebendfalle, die zum Fang von Raubwild, z.B. von Füchsen und Waschbären, in seinem Revier aufgestellt war, aufgefunden und dann versucht, das Tier beim örtlichen Fundbüro abzugeben.
Streunende und zumeist wildernde Hauskatzen sind für zahlreiche Tierarten, darunter auch seltene Bodenbrüter, eine akute Bedrohung. „Von Jägern, Tier- und Naturschützern gleichermaßen geforderte landesweite Chip-, Registrierungs- und Kastrationsprogramme zur Abmilderung des Katzenproblems wurden vom zuständigen NRW-Umweltministerium immer noch nicht angegangen“, sagte LJV-Justitiar Hans-Jürgen Thies nach dem Prozess. Verlierer dieser Politik des Wegsehens seien die Natur und jetzt eben auch die Kommunen, die offenbar eine Katzenflut und die damit verbundenen Kosten auf sich zukommen sähen.
Nach LJV-Einschätzung hatten sich die NRW-Kommunen darauf verständigt, keine Fundkatzen anzunehmen. Diese reflexartige Abwehrhaltung habe das Gericht nunmehr beendet, wie LJV-Justitiar Hans-Jürgen Thies betonte. Nach den Ausführungen des Verwaltungsgerichtes sei die Verwahrungspflicht für Fundsachen eine öffentlich-rechtliche Aufgabe der Gemeinde des jeweiligen Fundortes. Bei der Auslegung des Begriffs „Fundtier“ müsse das grundgesetzlich verankerte Staatsziel des Tierschutzes gem. Art. 20 a GG berücksichtigt werden. Eine Auslegung und Verwaltungspraxis, die entgegen den Vorschriften des Tierschutzgesetzes davon ausginge, dass aufgefundene Tiere in aller Regel ausgesetzt worden und damit herrenlos seien, stünde im Widerspruch zu diesen tierschutzrechtlichen Zielen. Vielmehr bestehe eine Regelvermutung rechtstreuen Verhaltens mit der Folge, dass zunächst grundsätzlich ein Fundtier anzunehmen sei.
Aus Sicht des Landesjagdverbandes, der derzeit auch gegen das Land NRW vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen auf Anerkennung als Tierschutzverband klagt, ist diese Entscheidung des VG Münster zu begrüßen. Sie schafft Klarheit für die Jäger und weist den Gemeinden in NRW die Verantwortung für den Umgang mit streunenden Hauskatzen zu. Unbeschadet dessen weist der Landesjagdverband aber auch darauf hin, dass es nicht zu den Aufgaben und Zielen der von Jägern betriebenen Fangjagd gehört, streunende Hauskatzen einzufangen. Vielmehr stellen Hauskatzen einen unerwünschten Beifang dar, um den sich künftig die Gemeinden kümmern müssen.
 
 
NRW-Wildwochen werden weltmeisterlich
 
12. Oktober 2015, Köln (LJV-NRW). Steffi Nerius, Weltmeisterin im Speerwurf 2009, ist selbst begeisterte Jägerin, isst gerne Wildbret und eröffnete am 12. Oktober auf der weltgrößten Nahrungs- und Genussmesse, der Anuga, die diesjährigen NRW-Wildwochen. 
 
Tourismus NRW mit dabei
Als bewährte Kooperationspartner mit dabei sind der DEHOGA NRW, der Fleischerverband NRW sowie der Landesbetrieb Wald und Holz NRW. Erstmals beteiligt sich in diesem Jahr auch der Verein Tourismus NRW an den NRW-Wildwochen.
 
Genussbotschafter in den Regionen
Mithilfe von gemeinsamen Veranstaltungen der Partnerverbände, der Kreisjägerschaften und der Genussbotschafter von Tourismus NRW soll zukünftig noch intensiver auf Wildbret als gesundes und leckeres Lebensmittel hingewiesen werden.
 
Werbung mit Großplakaten
Vorgestellt wurde auch ein Großplakat, auf dem Steffi Nerius unter dem Motto „Von Natur aus fit!“ für Wildbret wirbt. Kreisjägerschaften, Hegeringe und Einzelpersonen haben in den vergangenen Monaten bereits Plakatwände aufgebaut. Weitere sollen in den kommenden Wochen noch folgen. Für diese Plakatwände sind aktuell Werbeplakate für die NRW-Wildwochen beim LJV abrufbar. Weitere Motive für die Plakatwände sollen in den kommenden Monaten folgen.
 
Frisches Wildbret von Hirsch, Wildschwein, Reh, Hase, Fasan, Ente oder Taube hat jetzt im Herbst Saison, wenn das Jagdjahr seinen Höhepunkt erreicht. Jährlich kommen rund 25.000 Tonnen Wildbret aus deutschen Revieren auf den Markt. Die Jagd in Deutschland bedeutet nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen, die auch nach allen internationalen Konventionen als eine Form des Naturschutzes anerkannt ist.
 
Wildbret ist aber keineswegs nur lecker. Es ist auch gesund. Es ist reich an Mineralstoffen, sehr bekömmlich und leicht verdaulich. Wildbret ist fettarm, aber reich an hochwertigem Eiweiß. Es ist kalorienarm, aber voller Vitamine und Spurenelemente.
 
Bei den NRW-Wildwochen weisen Jäger, Förster, Gastronomen und Fleischer gemeinsam auf die Vorzüge von Wildfleisch hin. Sie verkaufen Wildgerichte und Wildbret zu angemessenen Preisen und sind Garant für beste Qualität aus heimischen Revieren. Bei Supermärkten sollte unbedingt die Herkunft des Fleisches kontrolliert werden.
Weitere Informationen und viele leckere Wildrezepte bieten die Internetseiten der beteiligten Verbände: 
www.nrw-wildbretboerse.dewww.wild-auf-wild.dewww.dehoga-nrw.dewww.nrw-genuss.de , www.wald-und-holz.nrw.de,www.fleischer-nrw.dewww.ljv-nrw.de

 

 

Schießleistungsnachweis für Bewegungsjagden auf Schalenwild
 
Der erforderliche Schießleistungsnachweis für Bewegungsjagden auf Schalenwild kann immer mittwochs zwischen 15:00 Uhr und 19:00 Uhr am Schießstand in Eichen erbracht werden.
 
Dabei setzt sich der Nachweis aus drei Disziplinen zusammen:
   1.   sitzend aufgelegt auf den stehenden Keiler
   2.   stehend freihändig auf den stehenden Keiler
   
   3.   stehend freihändig auf den laufenden Keiler
Bei allen drei Disziplinen werden jeweils 3 Schuss abgegeben. Zur Erlangung des Schießnachweises muss mindestens eine Punktzahl von 50 der maximal zu erreichenden 90 Punkte geschossen werden.
 
Da der Andrang am Schießstand groß ist, muss eine möglicherweise längere Wartezeit eingeplant werden.

Juni 2015

Landesjagdverband rügt journalistischen Fehltritt mit Ansage in der WDR-Sendung „Tiere suchen ein Zuhause“ vom 7. Juni
 
11. Juni 2015, Dortmund (LJV). Der Landesjagdverband NRW (LJV) bestätigt, eine Interviewanfrage der WDR-Sendung „Tiere suchen ein Zuhause“ abgelehnt zu haben. Die Gründe dafür wurden der Redaktion erläutert. Das Abschreiben des LJV kann auch auf Homepage des Landesjagdverbandes www.ljv-nrw.de eingesehen werden.
 
Wie richtig diese Ablehnung war, mussten Zuschauer der Sendung am vergangenen Sonntag, den 7. Juni, bei der Ausstrahlung des fertigen Beitrages über die Novellierung des Landesjagdgesetzes selbst mitansehen.
 
Der Beitrag war an Tendenziösität kaum zu überbieten und wäre auch durch ein Interview mit einem LJV-Vertreter nicht besser geworden, da die verantwortliche Autorin schon in der Vergangenheit bewiesen hat, wie sie manipulativ Interviews zusammenschneiden kann.
 
Bereits frühere Beiträge der Sendung „Tiere suchen ein Zuhause“ und besagter Autorin über die Jagd waren mehrfach Anlass für massive Kritik des Landesjagdverbandes (auch diese Kritik ist auf der LJV-Homepage hinterlegt www.ljv-nrw.de ).
 
Falsch oder manipulativ sind im aktuellen Beitrag insbesondere folgende Darstellungen:
 
-          Falsch ist schon in der Anmoderation die Aussage „Die Politik setzt in Zukunft auf die Kastration wildlebender Katzen statt Abschuss.“
Richtig ist, dass die NRW-Landesregierung bisher rein gar nichts unternommen hat, um mildere Maßnahmen zum Schutz wildlebender Tiere wie, Kastrations-, Chip- und Registrierungspflicht für Katzen einzuführen. Richtig ist weiterhin, dass diese drei milderen Maßnahmen Forderungen der Jägerschaft sind, zu deren Umsetzung der Landesregierung offenbar der Wille, die Kraft oder die Kompetenz fehlt.
 
-          Frau Grochowiak-Schmieding MdL als einfache Jägerin darzustellen, die aus Protest gegenüber der LJV-Politik den Landesjagdverband verlassen hat, ist schon ein starkes Stück. Frau Grochowiak-Schmieding war vielmehr maßgeblich im gesamten politischen Prozess der Grünen eingebunden und es ist offenkundig, dass ihr das parteigrüne Hemd näher ist als die jagdgrüne Jacke. So ist auch der Verbandsaustritt von Frau Grochowiak-Schmieding, der zum 1.1.2016 wirksam wird, als letzte Verzweiflungstat grüner Parteiräson zu sehen. Frau Grochowiak-Schmieding hatte den öffentlichen Ausritt minutiös für den 18. März 2015 vorbereitet und vorab schon die Medien informiert. Die 15 000 Demonstranten des 18. März haben den Austritt von Frau Grochowiak-Schmieding jedoch keinesfalls bedauert, sondern mit großem Applaus begrüßt. Noch frenetischer war der Applaus für LJV-Präsident Ralph Müller-Schallenberg, der den Austritt mit den Worten „Wer solch ein Jagdgesetz vertritt, gehört auch nicht in unseren Verband!“ quittierte.
-          Den Terminus „Jägerlobby“ zu verwenden, spricht, wenn man es wohlwollend auslegt, für eine mangelnde Sprachkompetenz der Autorin. Schließlich sind bisher immerhin über 30 000 Jäger, Landwirte und Waldbauern, Grundeigentümer, Fischer, Imker und viele andere Naturfreunde gemeinsam auf die Straße gegangen und haben gegen dieses ideologische Jagdgesetz protestiert, weil sie bei der derzeit herrschenden Landesregierung eben genau keine Lobby haben.
-          Sachlich falsch ist die Darstellung in dem Beitrag, Jäger hätten fast alle Reformpunkte kategorisch abgelehnt und gemauert.
Richtig ist hingegen, dass seit Beginn des Bundesjagdgesetzes im Jahr 1953 und wenig später des Landesjagdgesetzes die Jägerschaft die insgesamt über 40 Gesetzesnovellen auf Bundes- und Landesebene immer mitgetragen hat, sofern es sich um sachlich-fachlich begründete Verbesserungen gehandelt hat. Bei den über 100 Neuregelungen des neuen Jagdgesetzes fehlt aber über weite Strecken diese sachlich-fachliche Begründung, was in einer 107 Seiten umfassenden Stellungnahme des Landesjagdverbandes dargelegt wurde. Diese detaillierte und umfassende Kritik spitz sich allerdings in genau 13 „No-Gos“ zusammen, bei denen die Jägerschaft tatsächlich keinen Verhandlungsspielraum sieht. Ebenso richtig ist, dass die rot-grüne Landesregierung selbst bei diesen 13 Punkten sich absolut unbeweglich zeigte, krampfhaft an ihren Verschlimmbesserungen festhielt und nur durch massiven öffentlichen Protest zu einigen die Jäger und die Gesellschaft keineswegs zufriedenstellenden Zugeständnissen bewegt werden konnte. Nicht die Jäger, sondern die rot-grüne Landesregierung, insbesondere die Grünen, haben sich also absolut unbeweglich und beratungsresistent gezeigt.
-          Beleidigend und stillos ist die Bezeichnung der Jägerschaft durch die Autorin als „Subkultur in der Gesellschaft“ gerade auch, weil diese Formulierung äußerst geschickt in den Beitrag eigebettet wurde, um presserechtliche Schritte gegen die Redaktion und die Autorin auszuschließen.
-          Falsch ist ebenso die Unterstellung, „viele Bürger“ würden die Jägerschaft so sehen.
Richtig ist vielmehr, dass zahlreiche unabhängige Meinungsumfragen eine ausgesprochen hohe Akzeptanz der Jagd und der Jäger innerhalb der Bevölkerung belegen.
-          Falsch ist die Behauptung in besagtem Beitrag, die revierübergreifende Fuchsjagd in Euskirchen im Winter 2014/15 sei abgeblasen worden. Richtig ist, dass diese Jagd wie geplant stattgefunden hat. Lediglich auf das gemeinsame Streckelegen wurde verzichtet, um Übergriffe durch militante Jagdgegner zu vermeiden.

Die Jagd war übrigens auch mit dem Veterinäramt Euskirchen abgestimmt, welches aufgrund des ministeriellen Erlasses vom 6. März 2009 alljährlich ein festes Kontingent toter Füchse zur veterinärmedizinischen Untersuchung im Rahmen der Tollwutüberwachung bereitstellen muss und dazu gerne und in den Vorjahren regelmäßig auf die Strecke dieser revierübergreifenden Fuchsjagden zurückgegriffen hat.
-          Falsch ist die Vorstellung einer vermeintlichen „Fütterung“ durch einen „ehemaligen Jagdaufseher“. Dabei handelt es sich augenscheinlich um eine Kirrung. Solche Kirrungen (Lockstellen mit Kleinstmengen von Mais oder Getreide) sind auch nach neuem NRW-Jagdrecht ausdrücklich erlaubt, weil sie der effizienten und tierschutzkonformen Wildschweinbejagung dienen. Die aus dieser falschen Darstellung in dem WDR-Beitrag konstruierte Herleitung von Fütterungsexzessen fällt somit wie ein Kartenhaus in sich zusammen.

In vielerlei Hinsicht bedenklich ist zudem die Behauptung dieses „ehemaligen Jagdaufsehers“, der im Beitrag namentlich genannt wird, er habe erlebt, wie an besagter Kirrung führende Bachen erlegt wurden und in der Folge die Frischlinge nahe der Kirrung verendet seien. Hier wird eine Straftat nach §38 BJG beschrieben, die auch den Jagdscheinentzug nach sich ziehen kann. Wenn es eine solche Straftat tatsächlich gegeben hat oder gar mehrere, wäre die Frage äußerst interessant, ob und inwieweit die zu Wort kommende Person an der Aufklärung einer solchen Straftat beteiligt war bzw. inwieweit sie zur Vertuschung beigetragen hat.
 
-          Das Aufsuchen dieser Kirrung durch besagten „ehemaligen Jagdaufseher“, einen Tierschützer sowie das TV-Team ist übrigens auch ein gutes Beispiel für die vielen Verschlechterungen durch die rot-grüne Gesetzesinitiative. Durch die Gesetzesänderung ist nun erstmals das Betreten von Kirrungen nach Waldbetretungsrecht erlaubt, was selbsternannten Blockwarten Tür und Tor öffnet. Wie sollen Jäger den notwendigen Jagderfolg zur Wildschadensprävention noch erzielen, wenn zuvor Spitzel alles verstänkert haben?

Auch davor hatten der Landesjagdverband und seine Partnerverbände gewarnt und auch diese Warnung wurde von der Landesregierung ignoriert.
 
Ungeachtet dieser aktuellen und seltenen journalistischen Entgleisung einer einzelnen Sendung ruft der Landesjagdverband seine Mitglieder auf, auch weiterhin aktiv die Öffentlichkeit und die Medien über das eigene Tun zu informieren. Dazu läuft derzeit die Aktion „Gemeinsam Jagd erleben“, bei der interessierte Nichtjäger die Jagd live erleben können, indem sie Jäger in ihren Revieren begleiten. Infos zu dieser Aktion des Deutschen Jagdverbandes und des dlv-Verlages gibt es hier: https://www.jagdverband.de/content/gemeinsam-jagd-erleben.